Bei der Drogeriekette Schlecker droht die Entlassung von 12 000 der insgesamt 36 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 4 000 Filialen sollen durch die Umstrukturierung von Schlecker zu „XL-Märkten" geschlossen werden. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen anschließend zu wesentlich schlechteren Bedingungen bei den XL-Märkten angestellt werden. Dazu erklärt Werner Dreibus, Kandidat der LINKEN für den Bundestag:

„Wenn Schlecker sein erpresserisches Lohndumping durch Tarifflucht durchsetzen kann, gibt es auch in anderen Betrieben und Branchen kein Halten mehr. DIE LINKE unterstütz die Proteste der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schlecker und ihrer Gewerkschaft ver.di bei der Demonstration heute Nachmittag in Groß-Bieberau im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Auch Kundinnen und Kunden sind gefordert, um Schlecker-XL-Läden einen großen Bogen zu machen, deren einziger Zweck es ist, Beschäftigte in Armutslöhne zu zwingen.

Auf politischer Ebene gibt es ein einfaches Mittel, diese Kriegserklärung an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abzuwehren: Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, wie er in vielen europäischen Ländern längst Alltag ist, würde solche Versuche, Menschen in Armutslöhne zu pressen, ein für alle Mal beenden."


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