Angesichts der Spekulationen zum Verbleib von Opel bei General Motors (GM) erklärt Sabine Leidig, hessische Spitzenkandidatin der Partei DIE LINKE für den Bundestag:

„Das Hin und Her bei den Verhandlungen über die Zukunft von Opel ist eine unverschämte Verarschung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zur Rettung ihrer Arbeitplätze weitgehende Zugeständnisse gemacht haben. Die Bundesregierung wird von General Motors regelrecht vorgeführt. Auch Hessens Ministerpräsident Roland Koch gibt ein erbärmliches Bild ab. Die Verzögerungstaktik von GM ist das Ergebnis einer Politik und Verhandlungsstrategie, die auf die Beschäftigten keine Rücksicht nimmt. In Aussicht gestellte Staatsbürgschaften ohne Gegenleistung haben GM geradezu provoziert, eine Lösung auf Kosten der Belegschaft auszutüfteln.

Die Empörung und der Protest der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von OPEL sind mehr als berechtigt. Sie haben erhebliche Vorleistungen erbracht. Ich unterstütze es ausdrücklich, wenn sie nun ihr Urlaubsgeld in Höhe von 70 Millionen Euro zurückfordern, auf das sie als Beitrag zur Rettung von Opel verzichtet haben. Ein Sanierungsbeitrag der Belegschaft hat nur dann Sinn, wenn er nicht mit Entlassungen und Werksschließungen verbunden ist. Der Druck auf GM, die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder muss jetzt erhöht werden. Der Verlauf der Verhandlungen zeigt, wie wichtig es ist, die Mitbestimmung der Belegschaften zu stärken.“

 


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