S. Leidig: Beschäftigte werden enteignet
„Die Lohnentwicklung in Deutschland schneidet die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vom Reichtum des Landes ab. Das widerspricht eindeutig dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes“, erklärt die hessische Bundestagskandidatin der Partei DIE LINKE, Sabine Leidig, zum EU-Bericht zur europäischen Einkommensentwicklung.
„Während die Reallöhne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 2008 im EU-Durchschnitt um 1,3 Prozent gewachsen sind (in 2007 um 3,6 Prozent), stiegen die Reallöhne in Deutschland nur um 0,1 Prozent (2007 minus 0,1 Prozent). Die Beschäftigten in Deutschland werden immer weniger an den Gewinnen beteiligt, die sie erarbeiten. Das bedeutet nichts anderes als Enteignung. Außerdem wird durch die Schwächung der Kaufkraft die Wirtschaft geschädigt.“
Als Skandal bezeichnet Leidig – im Einvernehmen mit den europäischen Gewerkschaften – die besonders große Ungleichbehandlung von Frauen. „Schon der europäische Durchschnitt – Frauen verdienen 16,6 Prozent weniger als Männer – ist schwer zu ertragen. Aber dass in Deutschland Frauen für die gleiche Arbeit im Schnitt 23 Prozent weniger Lohn erhalten als Männer ist ein frauen- und sozialpolitischer Offenbarungseid“.





