„Die Bundesregierung hat auch heute, vier Tage nach dem Bombenangriff auf Zivilisten in Afghanistan nichts zur Sachaufklärung beigetragen. SPD und Grüne beschränkten sich auf eine Kritik der Informationspolitik von Verteidigungsminister Jung. Die Kritik an der Informationspolitik Jungs lenkt von der eigentlichen Katastrophe ab: In Afghanistan wurden auf Befehl eines deutschen Kommandeurs nicht schwarze Punkte in einer Videoaufnahme eliminiert, sondern Menschen getötet, darunter zahlreiche Zivilisten, auch Kinder“, erklärt Wolfgang Gehrcke, Bundestagsabgeordneter und Obmann der LINKEN im Auswärtigen Ausschuss.

„Es reicht nicht aus, die Informationspolitik des Verteidigungsministers zu kritisieren und so zu tun, als habe, abgesehen davon, alles seine Ordnung.
Selbst wenn Jung die Öffentlichkeit rechtzeitig und umfassend informiert hätte, hätte dies das Massaker an Zivilisten auf deutschen Befehl um keinen Deut besser gemacht.

Es scheint, als ob Franz Josef Jung zum Bauernopfer bei der Zusammensetzung einer neuen Bundesregierung wird. In den Fluren des Bundestages werden schon Wetten abgeschlossen, ob Jung auf der Kabinettsliste wieder auftauchen wird oder nicht. Sein hilfloser Auftritt vor dem Deutsachen Bundestag legt nahe, dass er eher nicht vertreten sein wird. Das Agieren von Franz Josef Jung ist nur mit dem Begriff Selbstverteidigung zu versehen.“


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