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Volles Haus, tolle Stimmung - Klasse Wahlkampfauftakt in Kassel!

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"Nur schade, dass wir viele wieder wegschicken mussten," meinte ein strahlendes Vorstandsmitglied der LINKEN in Kassel. Denn mehr als 300 Menschen waren gekommen, um den Oberbürgermeister Kandidaten der LINKEN in Kassel, Kai Böddinghaus und die Parteivorsitzende der LINKEN, Gesine Lötzsch, live in Kassel zu erleben.

Wer es dennoch hinein geschafft hatte, der wurde von einem angriffslustigen Kai Böddinghaus geradezu mitgerissen. Mit Seitenhieben auf den politischen Gegner und einem Programm für ein soziales Kassel aller Menschen, ging er in großen Schritten die wichtigsten Felder der Kommunalpolitik ab. "Man will uns den Mund verbieten, aber wir sagen was Sache ist. Man will nichts über soziale Schieflage hören, aber genau deshalb reden wir darüber. Und man will nach dem Versagen der Finanzmärkte nichts von neuen Regeln und einer Beteiligung der Banken an den Kriesenkosten hören. Aber auch hierüber reden wir. Und zwar solange, bis sich endlich etwas ändert."

Der parteilose Böddinghaus sorgt seit Jahren für Aufsehen in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung. Mit Aktionen gegen den Sozialbetrug in der Stadt, mit Kritik an der Monopolstellung der Regionalmedien und mit erfolgreicher Oppositionsarbeit in der Fraktion der LINKEN für Arbeit und soziale Gerechtigkeit. Das Motto der Kommunalwahl "Menschen vor Profite" stehe der Linken gut zu Gesicht, meinte er. Denn auf Lebensqualität legen Sozis, CDU und FDP keinen Wert," beispielsweise zur Auseinandersetzung zur Gewerbeansiedlung am Langen Feld.

Auch Gesine Lötzsch hatte schnell Betriebstemperatur erreicht und erntete viel Applaus, als sie die Aufgaben der LINKEN im Superwahljahr 2011 beschrieb. "Wir haben uns viel vorgenommen und werden hart arbeiten: Wir werden uns in 2011 ein neues Programm geben und in einer ganzen Reihe von Wahlkämpfen für die konkrete Verbesserung der Lebensbedingungen in Deutschland kämpfen. Denn beides gehört zusammen - ein langfristiger Entwurf für eine Gesellschaft in Frieden, Freiheit und sozialer Gerechtigkeit und die konkreten Schritte durch die Verbesserung der Bedingungen in den Ländern und Kommunen."

Die Mobilisierung gegen die Aufnahme der Schuldenbremse in die Hessische Verfassung als "weiteren Angriff auf den Sozialstaat" bezeichnete sie als besondere Herausforderung der LINKEN in Hessen. Mit der Schuldenbremse ginge die Enteignung der Menschen durch Privatisierung und Sozialabbau in eine neue Runde. Die Demokratie bleibe auf der Strecke, wenn Menschen über Wahlen eigentlich nichts mehr zu entscheiden hätten. Im Bündnis aus Gewerkschaften, sozialen Initiativen, Schüler- und Studentengruppen in Hessen liege für DIE LINKE aber eine große Chance. "Wir sind die einzigen, die an die wahren Probleme, wie Bankenregulierung und soziale Spaltung heran wollen. Das können und müssen wir jetzt umso deutlicher machen."

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