Lafontaine und Wissler auf Großkundgebung in Frankfurt

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Mittwoch, den 03. Dezember 2008

100x121_lafontaine"Das Spielcasino schließen"

Schätzungsweise gut 2.000 Teilnehmer waren trotz der frischen Temperaturen gekommen - ein gutes Zeichen für den anbrechenden Winterwahlkampf. Mitglieder von Kreisverbänden bis Mittel- und Nordhessen mit zig roten Fahnen und Transparenten, Interessierte, Sympathisanten und schlicht Passanten, die stehen blieben, um den prominenten Rednern eine Weile zuzuhören.

Und es hat sich für alle gelohnt, denn die Stimmung war super: Dank einer gelungenen Organisation konnte man bei Musik und Glühwein in einer tollen Kulisse beisammenstehen. Dieter Dehm (MdB) sorgte mit Live-Musik für einen teils nachdenklichen und teils stimmungsvollen Einstieg.

Janine Wissler (MdL) machte im ersten Beitrag des Abends deutlich, dass die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht auf den Bürger abgewälzt werden dürfen: „Wir brauchen einen Schutzschirm für die Arbeitnehmer, allen voran die Leiharbeiter und nicht für die Aktionäre."

Sigmar Kleinert, Betriebsratsvorsitzender der DZ-Bank, stellte dar, dass die Bankenkrise keine Naturgewalt sei, sondern „von den Ackermännern dieser Welt herbeigeführt wurde, die nach ihrem Versagen nun auch noch Kohle vom Staat bekommen sollen, um ihre Spielchen weiter zu spielen."

In seinem mit Spannung erwarteten Beitrag zeigte Oskar Lafontaine einen großen Bogen auf: So hat die Politik aller neoliberalen Parteien mit Privatisierung, Deregulierung, Agenda-2010, Lohndumping und Kriegslogik der heutigen Krise Vorschub geleistet. „Wenn nun ausgerechnet Koch, Steinbrück und Merkel, die diese Krise maßgeblich mitzuverantworten und sich als völlig unfähig erwiesen haben, nun als Retter von Arbeitsplätzen präsentieren, dann ist das jawohl ein Witz. Und deshalb gehören die endlich abgewählt!"


Fotos mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Dietmar Treber

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