Solidarisch mit Eurem Streik!

Zu große Klassen, soziale Selektion und wachsender Leistungsdruck – DIE LINKE. Hessen unterstützt den Bildungsstreik gegen den zunehmenden Bildungsnotstand.
Wenn CDU/CSU und FDP ihr Konzept des Bildungssparens durchsetzen, wird Bildung in Deutschland noch stärker vom Geldbeutel der Eltern abhängen, als es ohnehin schon der Fall ist. Denn durch das ‚Bildungssparen’ werden nur Familien mit hohen Einkommen unterstützt. Für die Kinder von Hartz-IV-Beziehern oder von Beschäftigten im Niedriglohnsektor wird dagegen niemand ein Bildungskonto anlegen. Die Idee, die dahinter steckt ist klar: Die soziale Auslese bei der Bildung soll zementiert und noch weiter verschärft werden.
Nach Berechnungen der Hans-Böckler-Stiftung fehlen dem Bildungssystem fast 40 Milliarden Euro jährlich. Es spricht Bände, dass CDU/ CSU und FDP in ihrem Koalitionsvertrag für Bildung nur drei Milliarden, für Steuersenkungen jedoch 24 Milliarden Euro vorgesehen haben. Wir brauchen einen radikalen bildungspolitischen Kurswechsel für längeres gemeinsames Lernen, mehr Studienplätze und die Abschaffung aller Gebühren für Bildung. Der Rechtsanspruch auf einen Ausbildungsplatz muss im Grundgesetz verankert werden, damit junge Menschen nicht länger ihrer Lebensperspektiven beraubt werden.
DIE LINKE steht an der Seite all derer, die sich für eine bessere und gebührenfreie Bildung einsetzten. Wir begrüßen die Besetzungen und Protestaktionen und werden sie nach Kräften unterstützen. Die Regierungen in Bund und Land brauchen Druck aus der Gesellschaft, sonst wird sich nichts ändern.
Bildung ist keine Ware, sondern ein Menschenrecht.
Deshalb muss Bildung für alle zugänglich sein - unabhängig von Status und Geldbeutel.
Die Entwicklungsmöglichkeiten einer und eines jeden hängen heute mehr denn je vom freien Zugang zu Informationen und Wissen ab, ebenso wie von der Möglichkeit, sich zu bilden und an der Kultur dieser Gesellschaft teilzuhaben. Es geht um eine andere, demokratische, sozial gerechte und emanzipatorische Bildung – von Anfang an und ein Leben lang.
Die LINKE. Hessen fordert:
- eine sozial gerechte und demokratische Bildungsreform jetzt! Alle fördern und keinen »sitzen lassen« statt Selektion und Auslese!
- ein gemeinsames Lernen aller SchülerInnen in einer Gemeinschaftsschule bis zur Klassenstufe.
Weitere Informationen:Es finden an vielen Orten Proteste statt; falls ihr selber noch keinen Kontakt habt, gibt es hier eine Übersicht: http://www.bildungsstreik.net/category/bundnisse/
Los geht’s am Dienstag, dem 17. November:
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft zu einer eintägigen Arbeitsniederlegung auf um für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Die GEW fordert von der Landesregierung unter anderem eine Entlastung der LehrerInnen durch eine Pflichtstundenreduzierung, sowie die Ausbildung und Einstellung von wesentlich mehr jungen LehrerInnen.
Die hessischen Lehrerinnen und Lehrer demonstrieren in Wiesbaden für bessere Arbeitsbedingungen.
Treffpunkt ist um 11:00 Uhr am Wiesbadener Hauptbahnhof!






