Donnerstag, 21. Oktober 2010

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Offener Brief an die Geschäftsführung der Frankfurter Societät

100x121_ulrich_wilkenSehr geehrter Herr Homrighausen,
sehr geehrter Herr Petzold,


mit Besorgnis haben wir von Ihren Plänen gehört, die „Frankfurter Sozietät“ in drei Gesellschaften aufzuspalten und die Tarifbindung nicht für alle neu gegründeten Gesellschaften zu übernehmen.

Spätestens seit der öffentlichen Diskussion über die gescheiterte Tarifflucht der Drogerie-Handelskette „Schlecker“ ist bekannt, welche katastrophalen Folgen dies für die Beschäftigten eines Unternehmens hat. Es ist uns unverständlich, dass ein renommiertes Haus wie Ihres, bei dem neben der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Frankfurter Neuen Presse“ auch Druckerzeugnisse öffentlicher Auftraggeber hergestellt werden, seinen Ruf durch den Abbau von Arbeitnehmerrechten gefährdet.

DIE LINKE. Hessen unterstützt die Belegschaft der „Frankfurter Societät“ bei ihrem Streik. Die von Ihnen beabsichtigte Aushebelung von Tarifverträgen und Arbeitnehmerrechten ist für uns nicht akzeptabel.

Ich bitte Sie, Ihren Plan, die „Frankfurter Societät“ in drei Gesellschaften aufzuspalten im Interesse Ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch einmal zu überdenken. Für den Fall, dass Sie an Ihren Plänen festhalten, fordern wir Sie auf,

  • für alle drei Gesellschaften einen gemeinsamen Betriebsrat zuzulassen
  • und die bisher bestehende Bindung an die gültigen Branchentarifverträge in allen drei Gesellschaften fortzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ulrich J. Wilken
Landesvorsitzender

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