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Arbeitgeber der Gebäudereinigung verwechseln Lohn mit Almosen

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Dienstag, den 11. August 2009

Zum Scheitern der Tarifverhandlungen im Gebäudereinigungshandwerk erklärt Sabine Leidig, Kandidatin der Partei DIE LINKE für den Bundestag:

„Die Arbeitgeber der Gebäudereinigung verwechseln Lohn mit Almosen: Arm trotz Arbeit, das ist für viele Beschäftigte des Gebäudereinigungshandwerks bittere Realität. Es ist ein gesellschaftlicher Skandal, dass selbst Vollzeitbeschäftigte der Gebäudereinigung mit ihrem Verdienst an der Armutsschwelle liegen. Deshalb unterstützt DIE LINKE die Forderung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt nach einer Tariferhöhung um 8,7 Prozent.

Die meisten Beschäftigten der Gebäudereinigung sind Frauen, viele von ihnen arbeiten in Teilzeit. Im Alter droht den meisten von ihnen eine Armutsrente.
Deshalb müssen die Arbeitgeber per Tarifvertrag zu einer betrieblichen Zusatzrente verpflichtet werden.

Das Pokern der Arbeitgeber um die Verlängerung des branchenbezogenen Mindestlohns macht deutlich, wie wichtig ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn ist. Der Staat muss eingreifen, wenn die Beschäftigten ganzer Branchen von Armut bedroht sind. DIE LINKE fordert einen Mindestlohn von 10 Euro für alle Branchen und für ganz Deutschland."