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Montag, 07. März 2011
DIE LINKE. Hessen zum 100. Internationalen Frauentag
„Am 8. März jährt sich der Internationale Frauentag zum 100. Mal. Am 27.
August 1910 hatte die deutsche Sozialistin Clara Zetkin auf der ‚Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz’ in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vorgeschlagen. 1911 wurde er erstmals in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert.
Auch 100 Jahre danach ist die Gleichstellung von Frauen noch längst nicht verwirklicht. Frauen verdienen im Durchschnitt rund ein Viertel weniger als Männer, circa 80 Prozent der Teilzeitbeschäftigten und über 60 Prozent der geringfügig Beschäftigten in Hessen sind Frauen.
Wir kämpfen gemeinsam auf der ganzen Welt für unsere Rechte und ein selbstbestimmtes Leben in Würde. Begonnen hat alles mit Streiks für bessere Arbeitsbedingungen, dem Kampf gegen den Krieg und dem Anspruch auf das Frauenwahlrecht. Das Wahlrecht und mehr Freiheiten in Politik und Lebensführung sind in Europa erreicht, hier und weltweit sind jedoch viele andere Forderungen seit 100 Jahren offen, so die straffreie Abtreibung und Selbstbestimmung über den weiblichen Körper, gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, Frieden – und immer und überall: Gleichheit!
DIE LINKE. Hessen wird sich an den zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag beteiligen. Wir fordern, dass der Grundsatz ‚Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit’ endlich durchgesetzt wird. Die Anrechnung von Partnereinkommen bei Hartz IV muss abgeschafft werden. Jede Frau – und jeder Mann – muss ein eigenständiges Recht auf eine repressionsfreie, bedarfsorientierte Existenzsicherung bekommen. Die Voraussetzungen für eine eigenständige Alterssicherung für Frauen muss durch Existenz sichernde Löhne verbessert werden. Dazu gehört die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns von zehn Euro.“




