Sonntag, 25. April 2010

DruckenE-Mail

Schluss mit faulen Kompromissen

120 000 zwischen Krümmel und Brunsbüttel, 20 000 in Biblis und 6 000 in Ahaus – fast 150 000 Menschen haben am Samstag dafür demonstriert, alle Atomkraftwerke sofort abzuschalten. Dazu erklärt Ulrich Wilken, Landesvorsitzender der Partei DIE LINKE. Hessen:

„Die Demonstrantinnen und Demonstranten haben die Forderung der aufrufenden Organisationen bekräftigt, dass es um mehr geht, als ‚den Ausstieg aus dem Ausstieg’ zu verhindern. Sie wollen, dass alle Atomkraftwerke sofort abgeschaltet werden. Der vor zehn Jahren von SPD und Grünen mit der Atomindustrie ausgehandelte ‚Atomkonsens’ hat sich als Vertragsbruch auf Raten erwiesen. Mit Unterstützung von FDP und CDU haben die Energiekonzerne von Anfang an die vielen Schlupflöcher genutzt, um die Vereinbarung auszuhöhlen. Dass CDU und FDP den ‚Atomkonsens’ nach einer Übernahme der Regierung beenden würden, war angesichts der langen ‚Restlaufzeiten’ von Anfang an klar.

Der halbherzige Ausstieg blockiert den Ausbau der erneuerbaren Energien, weil die Stromriesen lieber Milliardengewinne mit abgeschriebenen Kraftwerken verdienen, als in neue Technologien zu investieren. Darauf gibt es nur eine Antwort: Alle Atomkraftwerke müssen sofort und ohne Ausnahme abgeschaltet werden.

Die größte Anti-AKW-Demonstration seit den 80-er Jahren markiert den Beginn einer neuen Anti-Atomkraft-Bewegung. Die Aktionen am Samstag waren keine Veteranentreffen, vor allem junge Menschen bestimmten das Bild. Laut, phantasievoll und bunt: So sieht sie aus, die neue Anti-AKW-Bewegung.“

Link:
„Soziale und politische Alternativen…“ Rede 24.4.2010 Biblis, Dr. Michael Wilk (AKU-Wiesbaden)

Galerie:

zurück