Clara Zetkin Preis 2012

DIE LINKE lobt anlässlich des Internationalen Frauentages 2012 zum zweiten Mal einen Preis aus, mit dem herausragende Leistungen von Frauen in Gesellschaft und Politik gewürdigt werden. Dieser Preis ist nach Clara Zetkin benannt.
Montag, 14. April 2008
Recht auf anständige Rente - Äußerungen von Alt-Bundespräsident Herzog sind unverschämt!
Der Landesverband DIE LINKE in Hessen hat sich in scharfer Form gegen Aussagen des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog (CDU) gewandt, wonach Rentner die jüngere Generation ausplünderten. "Wer ein Leben lang hart gearbeitet und das Land mit aufgebaut hat, muss im Alter Anspruch auf eine anständige Rente haben", so der stellvertretende Vorsitzende Ferdinand Hareter. Angesichts von drei Renten-Nullrunden in Folge seien Herzogs Angriffe "unverschämt". Die beschlossene Rentenerhöhung ab Juni 2008 gleiche im Übrigen noch nicht einmal die Inflation aus.Laut Hareter haben die Rentenreformen seit Beginn der 90er Jahre rund 40 Prozent Leistungseinbußen für die Rentnerinnen und Rentner bewirkt. Diese Lücke könne auch durch private Absicherung nicht gedeckt werden. Gerade Beschäftigte in den unteren Lohngruppen fehle das Geld für private Zusatz-Versicherungen. Vor diesem Hintergrund sei längst belegt, dass bereits in wenigen Jahren Millionen Menschen die Altersarmut drohe. Die Pensionäre in dieser Situation auch noch als "Ausplünderer" zu beschimpfen, sei "absurd".
Dringend notwendig sei vielmehr, die Altersarmut zu verhindern. Dazu müsse die Rentenversicherung grundlegend reformiert und zu einer Erwerbstätigenversicherung umgebaut werden. Die beschlossene Rente mit 67 müsse rückgängig gemacht werden. Hareter: "Sie zielt in Wirklichkeit auf eine weitere Kürzung der Renten. Denn bis 67 im Beruf zu stehen, schafft kaum jemand."
Ex-Bundespräsident Herzog hatte in einem Interview mit der Bild- Zeitung vor einer "Rentnerdemokratie" gewarnt, in der "die Älteren die Jüngeren ausplündern".
Kontakt Ferdinand Hareter





