Clara Zetkin Preis 2012

DIE LINKE lobt anlässlich des Internationalen Frauentages 2012 zum zweiten Mal einen Preis aus, mit dem herausragende Leistungen von Frauen in Gesellschaft und Politik gewürdigt werden. Dieser Preis ist nach Clara Zetkin benannt.
Am Sonntagabend fanden die ersten beiden Veranstaltungen der Bundestagsfraktion zur Wahl in Hessen statt. Während Gregor Gysi Eschwege besuchte, erschien im Bürgerhaus Wiesbaden-Erbenheim der Partei- und Fraktionsvorsitzende der LINKEN Oskar Lafontaine. Nach einer kurzen Begrüßung des Kreisvorsitzenden Wiesbadens und Landeslistenkandidaten Jörg Jungmann, wandte sich aber zunächst der Landesvorsitzende Dr. Ulrich Wilken an die zahlreichen Besucher: "Wenn man an die Umfragen glaubt, dann sehen wir momentan drei Dinge:
Erstens, bisher wollen uns wieder fünf Prozent in den Landtag wählen.
Und zweitens, über 10 Prozent der Klientel von SPD und Grünen könnten sich vorstellen, uns zu wählen. Und drittens, haben sich 45 Prozent der Bürger noch nicht entschieden. Das heisst, wir müssen kämpfen um den Landtagseinzug, um eine Stärkung unserer Fraktion und damit die Menschen wirklich wählen gehen."
Anschließend wandte sich auch Oskar Lafontaine an Wähler, die mit SPD und Grünen liebäugeln: "Es ist egal, ob die SPD nun 25 oder ob sie 27 Prozent bekommt. Und bei den Grünen ist es egal ob sie 10 oder ob sie
13 Prozent bekommen. Denn beide Parteien werden im Zweifelsfall mit Roland Kochs CDU zusammenarbeiten. Aber ob die LINKE 4 oder 6 Prozent bekommt, das ist eben nicht egal. Es muss gerade in der Finanzkrise dringend eine verlässliche soziale Kraft für die Menschen in Hessen geben!"
Lafontaine widmete sich in weiten Teilen seiner Rede der Finanz- und Wirtschaftskrise und richtete auch schwere Vorwürfe an die Berliner Regierungskoalition. "Während andere Länder längst Konjunkturpakete geplant und im Bankensektor eingegriffen hatten, dachten Merkel und Steinbrück immer noch, die Krise bliebe in Amerika. Wertvolle Zeit ging verloren. Weder das, was nun an Konjunkturprogrammen kommen soll, und schon gar nicht, was man gegen die Krisenursachen unternommen hat, wird uns vor den Folgen der Krise bewahren. Aber das wichtigste bleibt die Richtungsentscheidung, mit der im Superwahljahr
2009 in Hessen begonnen wird. Nämlich mit der Frage, wer denn am Ende die Kosten der Krise bezahlt. Es geht immerhin um hunderte Milliarden. Und wenn CDU und FDP nun das Rennen machen, dann wird es mit Hartz IV, den Rentenkürzungen und der Verscherbelung öffentlichen Eigentums nur der Anfang gewesen sein. DIE LINKE will hingegen, dass die Millionäre dieses Landes sozial gerecht besteuert werden und endlich wieder ihren Beitrag leisten. Darum geht es bei dieser Wahl!"
Die ganze Woche über werden nun Veranstaltungen in ganz Hessen stattfinden, bei denen auch Gysi und Lafontaine in zahlreichen Städten sprechen werden. Den Abschluss bildet eine Großveranstaltung auf dem Frankfurter Römerberg am Freitag den 16. Januar
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