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Arbeitsplätze bei Vodafone Eschborn erhalten: Konzept des Betriebsrates muss berücksichtigt werden

Zur gemeinsamen Pressekonferenz der Landtagsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der LINKEN im Hessischen Landtag und dem Vodafone Betriebsrat erklärt Lars Kreer, Betriebsratsvorsitzender von Vodafone Eschborn:

 

„Vodafone plant zum 1. April 2013 die Verlagerung von 395 Eschborner Mitarbeitern aus Technik, Verwaltung und Vertrieb nach Düsseldorf. Für die meisten der Betroffenen wird es nicht möglich sein, mit ihren Familien nach Nordrhein Westfalen umzuziehen. Ihnen droht die Kündigung.

Ein vom Betriebsrat Vodafone bei dem renommierten Wirtschaftsprofessor Axel Wullenkord, Bochum, in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die Maßnahme mehrere Millionen Euro kostet und negative Auswirkungen auf das operative Geschäft hat, wenn die Vodafone Geschäftsführung an den Plänen festhält.

Der Arbeitgeber hat bis heute keine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit für die Pläne darstellen können - zumal es laut seiner Aussage nicht um Personalabbau geht," so Lars Kreer, Betriebsratsvorsitzender bei Vodafone in Eschborn.

„Das Vorhaben ist nach Ansicht von Professor Wullenkord in vielen Punkten wenig logisch und konsequent. Der kommunizierte Zweck der Maßnahme ist fragwürdig. Den erhofften Einsparungen durch Umzug des Standorts in ein neues Gebäude und die Verlagerung eines Betriebsteils nach Düsseldorf stehen erheblich höhere betriebswirtschaftliche Risiken entgegen.
Der Betriebsrat will erreichen, dass Vodafone die unsinnigen Pläne vom Tisch nimmt und eine echte Zukunftsperspektive ohne Umzug und Abbau von Personal für den Standort Eschborn entwickelt," so Dr. Vera Schilling, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei Vodafone in Eschborn.

Ulrich Wilken, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag dazu: „In Hessen droht steigende Arbeitslosigkeit. Nach Schlecker, Neckermann und Carry droht insbesondere im Rhein-Main-Gebiet massiver Stellenabbau: bei HP (1.100 Arbeitsplätze), Commerzbank (6.000 Arbeitsplätze), aber auch bei anderen Banken und sowie der Deutschen Börse.
Der Abbau von 350 Arbeitsplätzen bei Vodafone in Eschborn, einem privatisierten Teil der Deutschen Bundesbahn, soll außerdem ohne die betriebsverfassungsrechtlichen Verpflichtungen seitens des Arbeitgebers vollzogen werden. Das Gutachten des Betriebsrats zeigt, wie die Arbeitsplätze in Eschborn auf lange Sicht gesichert werden können. Dies wird vom Management ignoriert.
DIE LINKE will eine Ausweitung der Mitbestimmung und Mitwirkung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrer Gewerkschaften in den Betrieben. Das Beispiel des Betriebsrates bei Vodafone Eschborn sollte Mut machen für mehr Demokratie in den Betrieben."

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